Die Ministerin für Schule und Bildung in Nordrhein-Westfalen Yvonne Gebauer war zu Gast in den Redaktions- und Produktionsräumen von De-Media. Eingeladen hatten sie die Autoren des Blogs der Republik.

Bei dem Treffen wurden Bildungsthemen in lockerer Atmosphäre besprochen und diskutiert. Einer der Schwerpunkte lag auf der Inklusion, bei der die neue schwarz-gelbe Landesregierung zurzeit eine Kehrtwende vollzieht. So soll es in NRW laut Gebauer weiterhin ein „flächendeckendes Förderschulangebot“ geben. Wo Förderschulen schon geschlossen seien, sollten künftig eigene Förderschulgruppen in Regelschulen erlaubt sein. „Wir steuern jetzt um“, sagte FDP-Politikerin Gebauer. Als weiteres Vorhaben kündigte sie eine Imagekampagne für Lehrerinnen und Lehrer an. Damit möchte die Schulministerin die Wertschätzung des Lehrerberufs in der Bevölkerung steigern.

Den Umstand, dass bereitgestellte Fördergelder für marode Schulen nicht abgerufen werden, diskutierten Gebauer und die Autoren ebenfalls intensiv. Die Ministerin kritisierte die Kommunen dafür und warf ihnen vor, „Bildung nicht die nötige Priorität“ beizumessen. Auf den teilweise erbärmlichen Zustand der Schulen in NRW wollte Gebauer allerdings nicht eingehen und verwies auf andere Zuständigkeiten. Bei einer gerade erschienenen Studie zur Trinkwasserhygiene in Schulen hatte NRW beispielsweise unter den alten Bundesländern am schlechtesten abgeschnitten.

Das Redaktionsgespräch mit Ministerin Gebauer führten Alfons Pieper, Friedhelm Ost, Gül Keskinler, Jürgen Brautmeier, Petra Kappe, Uwe Pöhls und Wolfgang Lieb. Über welche Themen die Teilnehmer noch debattierten, können Sie im Blog der Republik nachlesen.