Der Blog der Republik hatte in die Redaktions- und Produktionsräume von De-Media den Landes- und Fraktionsvorsitzenden der CDU in NRW, Armin Laschet, geladen. Hintergrund des Gesprächs: die anstehenden Landtagswahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands.

Er stellte sich den Fragen der Blog-Autoren Petra Kappe, Gül Keskinler, Friedhelm Ost, Alfons Pieper, Uwe Pöhls und Wolfgang Tönnesmann. Die Antworten kamen prompt und routiniert: Auf die Frage zur Regierungsbildung antwortete der Herausforderer von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) mit einer klassischen Replik à la „nicht nur, sondern auch“. Konkret sagte er: „Es geht bei der Wahl zunächst um die Mehrheit im bevölkerungsreichsten Land. Aber es ist klar, dass die Bundestagswahl im September dabei eine große Rolle spielen wird.“ Sprachs und nahm einen Schluck Kaffee, den ihm die Agentur-Mitarbeiter neben knackfrischen Brötchen reichten. Adäquate Energiezufuhr war auch angebracht, denn die Schreiber des Blogs lieferten eifrig weitere Fragen. Zum Wahlausgang, zum Beispiel. Der Politprofi retournierte souverän: „Das Wählerpotenzial für die CDU ist da. Wir können die stärkste Kraft werden.“ Klare Kante, zumindest in Worten zeigte der ehemalige Integrationsminister im schwarz-gelben Kabinett von Jürgen Rüttgers (CDU) beim ambivalenten Thema der Integration. Der gebürtige Aachener betonte, ein Grundrecht kenne keine Obergrenzen. Daneben ließ der gelernte Journalist Laschet auch manches offen, sprach er sich einerseits für einen Schutz der EU-Außengrenze aus, begrüßte aber gleichzeitig offene Grenzen in Europa. Außerdem forderte der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, es sei an den Grenzen zu registrieren, „wer zu uns kommt“.

Eine klare Absage erteilte Laschet Überlegungen, mit Steuerversprechen in den Wahlkampf zu ziehen. „Es ist nicht die Zeit. Wir brauchen das Geld für die Bildung und Infrastruktur“, sagte Laschet. Der Politiker zeigte sich aufgeschlossen für eine Neuordnung der kommunalen Finanzen und die Entlastung der Städte.

Punkten konnte Laschet in dem anderthalbstündigen Gespräch auch mit einem Nebensatz, als er sagte, dass es mit ihm keinen Wahlkampf mit „Burka-Sprüchen“ geben werde.

Kein Spruch: Wir haben uns als Agentur gefreut, dass sich Armin Laschet – trotz seines übervollen Terminkalenders – 90 Minuten Zeit genommen hat, und Rede und Antwort zu stehen.